
Sechs Jahre Hotellerie-Erfahrung in Manila, ein B1-Deutschkurs, und elf Monate später eine feste Stelle in Housekeeping und Service in einem österreichischen Hotel.
Maria S. hatte sechs Jahre Erfahrung in der Hotellerie in Manila, bevor sie zum ersten Mal vom philippinisch-österreichischen Weg hörte — drei Jahre in der Housekeeping-Leitung, drei weitere im Service eines mittelgroßen Hotels. „Ich wollte schon lange im Ausland arbeiten“, sagt sie. „Familie im Golfraum hatte das gemacht. Österreich hatte ich nicht auf dem Schirm, bis eine Agentur den Personalmangel dort erwähnte.“
Das Verfahren begann mit einem Sprachkurs — intensives Deutsch bis B1, in Manila parallel zu ihrer bestehenden Stelle. „Der sprachliche Teil hat am längsten gedauert, bis ich mich sicher gefühlt habe — ehrlich gesagt länger als die Papiere“, sagt sie. Ihre Unterlagen — Hotelqualifikationen, Referenzen, Beschäftigungsverlauf — durchliefen parallel die Prüfung durch die lizenzierte Partneragentur.
Vom ersten Antrag bis zum Abflug dauerte es knapp elf Monate — im üblichen Rahmen für ihre Position. „Es gab Phasen, in denen sich nichts zu bewegen schien“, sagt sie. „Das ist der schwierigste Teil — darauf zu vertrauen, dass sich die Papiere weiterbewegen, auch wenn man es nicht sieht.“
Heute arbeitet sie in Housekeeping und Gästeservice in einem mittelgroßen Hotel im Raum Salzburg. Ihr Arbeitgeber, der für diesen Beitrag anonym bleiben wollte, beschreibt die Situation schlicht: „Wir waren fast eine ganze Saison lang zwei Kräfte im Minus, bevor Marias Team angefangen hat. Allein der Unterschied bei den Gästebewertungen hat gezeigt, dass sich das Warten gelohnt hat.“
Auf die Frage, was sie jemandem raten würde, der denselben Weg erwägt, zögert Maria nicht: „Fangen Sie mit dem Sprachkurs an, bevor Sie sich bereit fühlen. Und erwarten Sie nicht, dass es schnell geht — erwarten Sie, dass es sich lohnt.“